'Wirkung'

Als Künstler


Sein Einfluss auf die Künstler seiner Zeit bescherte Caravaggio eine eigene Richtungsbezeichnung: Caravaggismus nennt sich ein Malstil, der vor allem durch Bartolomeo Manfredi verbreitet wurde und der, obwohl Caravaggio keine eigenen Schüler hatte, die Malerei des Barock nachhaltig beeinflusste. Seine Wirkung reichte von Italien, Frankreich, Deutschland bis Spanien. Insbesondere wurden Niederländer wie Hendrick Terbrugghen, Gerard van Honthorst, Dirck van Baburen von Caravaggio beeinflusst, die sich in Rom zu „Caravaggisten“ ausbilden liessen. Zu den Caravaggisten gehören auch Orazio Gentileschi, Artemisia Gentileschi, Georges de la Tour, Rembrandt, Jusepe de Ribera, Johann Ulrich Loth, Rubens, Vermeer und Diego Velaquez.

Als Mensch


Die Beschreibungen zur Persönlichkeit des Künstlers sind ziemlich einstimmig: mit hemmungslosen Trinkgelagen, Bordellbesuchen, seiner Spielwut, Rauf- und Händelsucht hat er sich den Ruf des „verruchten Künstlers“ zugezogen.

 

Dass sich diese Wahrnehmung nicht einer nachträglichen Mythisierung von Caravaggio verdankt, sondern durchaus reale Spuren hinterlassen hat, haben die italienische Wissenschaftler, Riccardo Bassani und Fiora Bellini, mit Prozess- und Gerichtsakten, Beschwerden und Anklagen als auch vertraulichen Briefen belegt.

 

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